Die Bronnbacher bekommen ein Buch

von Martin Schwemmle

Herausgeberband „Bronnbacher Positionen“ erscheint im November

FreeImages.com/ Jean Scheijen

Jeder D-Klasse- Promi hat es. Auch jeder Kleintierzüchterverein, spätestens zum 50-jährigen Jubiläum. Und sogar die Postleitzahlen und Telefonnummern zählen zum stolzen Kreis: Sie alle besitzen ein eigenes Buch. Auch das Bronnbacher Stipendium steht nun kurz davor, eine Buchpublikation sein Eigen nennen zu dürfen. Glücklicherweise wird dieses Buch mit den eingangs genannten Beispielen außer der Tatsache, dass, nicht viel gemein haben. Denn anders als die eben Erwähnten haben die Bronnbacher, ihre Unterstützer und Freunde des Stipendiums auch etwas zu sagen. Was? Natürlich etwas über kulturelle Bildung. Aber der Reihe nach.

Ein Herbsttag in Frankfurt mit Folgen

Alles begann an einem Herbsttag in Frankfurt. Herr von Metzler hatte zu den sogenannten „Bonameser Gesprächen“ geladen, einem feinen Diskussionsabend zum Thema kulturelle Bildung. Experten aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten an diesem Abend über die Rolle der kulturellen Bildung und anschließend brachten auch viele der anwesenden Bronnbacher ihre Erfahrungen mit ein. Viele Statements an diesem Abend waren anregend oder haben neue Impulse gegeben. So ging mir beim Verlassen des Veranstaltungsraumes durch den Kopf, dass selbige es eigentlich verdient hätten, schriftlich festgehalten zu werden. Die zweite Anregung, am gleichen Abend, kam beim Verlassen des Hauses. Dort lag, auf einer Anrichte, für jeden zum Mitnehmen, ein Bildband. Herr von Metzler schenkte jedem Teilnehmer ein Exemplar. Das Besondere: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seiner Bank hatten ihn unter Anleitung selbst fotografiert. Nachdem bereits der Gedanke keimte, dass die Bronnbacher Inhalte für ein Buch haben, wurde spätestens da auch die Form klar: Wenn es ein Buch für die Bronnbacher gibt, dann muss es auch ein Buch von den Bronnbachern sein. Und schließlich war auch das Ziel klar: Im nächsten Jahr bei den nächsten Bonameser Gesprächen soll es, neben dem Bildband, auf der Anrichte liegen.

Drei Teile, 45 Positionen, ein Buch

Gesagt getan, ein kleines, schlagkräftiges Team (Hellen Gross, neunter Jahrgang, Theresa Krukies, zehnter Jahrgang und ich, neunter Jahrgang) hat in enger Abstimmung mit dem Kulturkreis und dem Komitee ein Konzept entwickelt, Autorinnen und Autoren angefragt, Texte produziert, redigiert und Interviews geführt. Der Name des Ganzen: Bronnbacher Positionen. Positionen deshalb, weil möglichst unterschiedliche Formate, Meinungen und Sichtweisen in diesem Buch zum Thema kulturelle Bildung vereint werden sollen. Und anders als bei bestehenden Publikationen zum Thema geht es – wie eben beim Bronnbacher Stipendium – um kulturelle Bildung für Erwachsene. Es ist damit also nicht einfach nur ein Buch für die Bronnbacher, damit die Bronnbacher auch ein Buch haben, sondern zugleich ein echter inhaltlicher Betrag zu kultureller Bildung außerhalb von Kindergarten und Schule.

Drei Teile wird das Ganze haben: Im ersten Teil geht es um eine Standortbestimmung. Dabei kommen Gründungsväter des Stipendiums genauso zu Wort wie die Sicht der Wissenschaft. Im zweiten Teil positionieren sich die Akteure kultureller Bildung. Sponsoren des Stipendiums liefern hier einen Beitrag, ebenso Künstler, Konstantin Adamopoulos als Kurator, aber auch Georg Fahrenschon vom deutschen Sparkassen- und Giroverband oder Wilfried Porth als Vorsitzender des Arbeitskreises kulturelle Bildung. Außerdem steuern zwei Künstler, die das Stipendium lange begleitet haben oder noch begleiten, Kunstwerke bei: Carsten Fock und Antje Schiffers. Der dritte Teil schließlich steht unter dem Motto „Kulturelle Bildung wirkt“. Dort kommen Freunde des Stipendiums, aber vor allem auch viele Stipendiatinnen und Stipendiaten – aus Mannheim und Bochum – zu Wort. Sie alle schildern, warum und wie das Stipendium bei ihnen nachwirkt. Herr von Metzler war so freundlich, ein Geleitwort für das Buch zu schreiben. Alles in allem werden wir rund 45 Beiträge (Berichte, Essays, Interviews, Fotografien, Bilder) in diesem Buch präsentieren können. Aktuell sind wir mitten in der Finalisierungsrunde der Texte. Die nächsten Wochen wird dann gestaltet und redigiert, so dass das Buch planmäßig im November vorgestellt werden kann. Natürlich werden alle Bronnbacher ein Exemplar erhalten.

Dank und Ausblick

An dieser Stelle bereits ein herzlicher Dank an alle, die sich durch ihr Mitdenken, durch das Öffnen von Türen oder das Anfertigen eines Beitrages zu diesem Projekt beigetragen haben. Es gibt noch einen Punkt, bei dem wir eure Mithilfe brauchen können: Wenn wir schon ein so schönes Buch haben, möchten wir natürlich auch, dass die Öffentlichkeit Notiz davon nimmt. Wenn ihr also Ideen habt, wen wir ansprechen sollten, um beispielsweise eine Berichterstattung in der Presse zu erhalten, dann nehmt gerne Kontakt auf: martin.schwemmle@bronnbacher-positionen.de.

Sobald das Buch aus der Druckerei kommt, werden wir an dieser Stelle selbstverständlich darüber informieren.

 

 

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