Strollogy*

Ein Bronnbacher_Blick auf die documenta 14
von Franziska Roth, Bronnbacher Alumna

Ich laufe auf sie zu, eine kleine, zierliche Frau mit kurzen Haaren. „Hi, ich bin Franzi. Bist Du heute meine Chorleiterin?“ Sie lacht, „ja das bin ich wohl, dann warten wir mal auf die anderen.“ Am Ende ist unser Chor eine bunte Gruppe: mein Mann, eine Mutter mit ihrem erwachsenen Sohn und dessen Partnerin, ein älteres Ehepaar. Jeder von uns hat eigene Erfahrungen, Wissen, Einstellungen mitgebracht. Jeder von uns sieht Kunst anders. Und wir alle sind mehr oder weniger bereit, das mit der Gruppe zu teilen. Wir sind nun ein Chor und gemeinsam werden wir für die nächsten zwei Stunden die Kunst auf der documenta entdecken; durch Diskussion und Austausch. Continue Reading →

d14 – ist das noch Kunst?

Ein Bronnbacher_Blick auf die documenta 14
von Falk Kastell*

Als Künstler werde ich oft gefragt, was mich inspiriert. Davon gibt es reichlich. Eine große Inspirationsquelle ist das Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. In diesem Buch reist der kleine Prinz von Planet zu Planet und erkundet dort durch eine kindliche, schlichte und ehrliche Art und Weise den Kern der Dinge. Würde er auf der Erde landen und hätte ich die Ehre, seiner Hoheit unsere Kunstwelt zu erklären,  müsste ich ihm eingestehen, dass sich der Großteil unserer kulturellen Entwicklung in einem bizarren Affentheater aus mehr oder weniger gelungenen Versuchen der Selbstprofilierung befindet. Ein sehr bedauernswerter Zustand. Continue Reading →

Drei Tage und einige schlaflose Nächte

Ein Bronnbacher_Blick auf die documenta 14
von Xenia Kentz, Bronnbacher Stipendiatin

Dieses Jahr war es soweit: vor einigen Wochen habe ich meine erste documenta besucht. „Meine erste“ – ich habe diese Formulierung eines guten Freundes übernommen, der in Kassel Kunstgeschichte studiert hat und für den es schon „seine dritte“ war.

Ich hatte das Vergnügen, mit dem besagten Kunsthistoriker und einer weiteren kunstbegeisterten, ehemaligen Kasseler Studentin und guten Freundin drei Tage in Kassel zu verbringen. Continue Reading →

Von Spuren und Suchen

Ein Bronnbacher_Blick auf die documenta 14
von Vincenz Borrmann, Bronnbacher Alumnus

Man nehme einen Sonntag und Berlin, Frankfurt, Köln oder München (okay, München vielleicht nicht wegen des Klientels und des Pittoresken), man gehe in einige qualitative Museen und Galerien der Stadt, besuche eine feine Auswahl an Kulturstätten und gedulde sich bei Einlass und schlechtem Kaffee. Continue Reading →

Ein Bronnbacher_Blick auf die documenta 14

DSC_0540klein

Alle fünf Jahre stellt ein Spektakel namens documenta, ein Museum der 100 Tage, das sonst eher unauffällige Kassel auf den Kopf und beweist eindrücklich, wie ausgelassen, emotional und zugleich bedächtig ein Kulturevent unsere moderne Gesellschaft in den Bann ziehen kann.

Die documenta hat den Ruf, aufzuzeigen, was in der Kunstwelt relevant ist. Die Auseinandersetzung darüber…

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Bonameser Gespräche

eine eigene Positionierung zum Gemeinwohl als Kernfrage in Führungsrollen

Auf Einladung von Herrn Friedrich von Metzler und dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. kamen ehemalige Bronnbacher Stipendiat*innen mit wichtigen Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft im Haus Metzler zu den 4. Bonamesern Gesprächen zusammen. Davon auf dem Bild zu sehen sind neben den Bronnbacher Alumni Herr Professor Dr. Meynhardt, Frau Heuer, Frau Dr. Nentwig (ab der zweiten Person von links nach rechts), Frau Müller und Herr Adamopoulos (mittig).

Auf Einladung von Herrn Friedrich von Metzler und dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. kamen ehemalige Bronnbacher Stipendiat*innen mit wichtigen Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft im Haus Metzler zu den 4. Bonamesern Gesprächen zusammen. Davon auf dem Bild zu sehen sind neben den Bronnbacher Alumni Herr Professor Dr. Meynhardt, Frau Heuer, Frau Dr. Nentwig (ab der zweiten Person von links nach rechts), Frau Müller und Herr Adamopoulos (mittig).

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